56. Wählen zu sterben
4/3/2025
Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyers
Hmm, mit diesem Buch versuchte ich was neues zu lesen, ein Genre die ich nicht immer gerne lese. Ich denke dass, solche Bücher Zeitverschwendung sind.
Ich kann süße, perfeckte Liebe erfüllte Geschichten nicht sehr gut ertragen, deswegen war ich irgendwie unsicher, als ich das Buch kaufte.
Aber es hat mir gefallen, ich vermute, weil die Story aus mehreren Schichten besteht.
Ja, es gibt die Schicht, wo die Protagonistin erklärt, dass sie in love mit dem Mann sei. Er ist ein Rollstuhlfahrer, und sie macht es, seine Lebensmission ihn zu retten. Das fand ich ein bisschen übertrieben und kitschig.
Aber es gibt auch die Schicht, wo sie Willenskraft demonstriert. Sie will seine Meinung ändern. Welche Meinung? Er hat entschieden zu sterben. Er wird ein Begünstigter der Sterbehilfe.
Das scheint ein großes Problem für die Protagonisten zu sein, aber auch für die Gesellschaft.
Es sieht so aus als ob unser Gesellschaft findet es sehr schwer zu akzeptieren dass in manche Fälle, sterben ist am besten. Ich bin davon überzeugt, dass Sterben eine Wahl sein sollte. Es sollte diese Möglichkeit geben, wenn am Leben zu bleiben, tut wahnsinig weh. Ich denke dieses Thema, so wie alle anderen tabu Themen wie Prostituzion, Abreibung, Drogen …wird nicht von allen verstanden und akzeptiert.
Weil ich keine besondere Meinung über Sexarbeitenede zum beispiel habe (na ja, ich wünche mir dass sie das nicht machten) über Sterbehilfe hätte ich mehr zu sagen, nähmlich dass ich dafür bin. Geregelte Sterbehilfe, so wie es schon gibt, sollte eine zugängliche Möglichkeitnsein sein.
Wer weiss, vielleicht wenn ich 80 Jahre alt bin, würde ich mir wünschen, tot zu sein, um endlich frei zu sein und zu erfahren, was der Tod ist.
Das Thema hat mich mein ganzes Leben fasziniert. Ich meine - was passiert wirklich in dem Moment? Wo gehen alle Tode hin? Gibt es wirklich ein Leben danach?